Dafür stehen wir in Sachen Wohnungsbau:

  • für die nachhaltige und konsequente Sicherung von Bestands-Dauerwohnungen
  • für den Neubau von Dauerwohnungen, die bedarfsgerecht und bezahlbar sind (u.a. genügend Wohnraum für Familien und genügend barrierefreie, bezahlbare Wohnungen) – wenn irgend möglich auf Boden in öffentlichem Besitz.
  • für klimaneutrale und preisstabile Energie- und Wärmekonzepte (weg von der Verbrennung von Methan)
  • für Mobilitätskonzepte, die den Verzicht auf das eigene Auto ermöglichen und den Verkehrsraum gerecht aufteilen
  • für echte Bürger*innenbeteiligung bei der Ortsentwicklung

Warum haben wir uns bei den Beschlüssen zum Dünenpark enthalten?

Formale Gründe:

  • Es sind uns nicht alle zur Abwägung erforderlichen Dokumente zur Verfügung gestellt worden
  • Andere Punkte der Abwägungstabelle konnten im Vorfeld nicht geklärt werden
  • Im Städtebaulichen Vertrag gab es widersprüchliche Aussagen

Inhaltliche Gründe:

Das fehlt uns:

  • Eine moderierte Bürger*innenbeteiligung zur Entwicklung des MVS Geländes fehlte. Informationsveranstaltungen ersetzen keine Beteiligungsprozesse.
  • Wesentliche vorab diskutierte Punkte tauchen im Städtebaulichen Vertrag nicht auf (alles rund um Mobilitätskonzept des Dünenparks).
  • Die Tiefgarage für 180 Fahrzeuge trägt wesentlich zur Verteuerung der Wohnungen bei. Durch ein autofreies oder -armes Siedlungskonzept hätte das vermieden werden können.
  • Wir halten einen Ferienpark in dieser Größe als nicht tragbar für die Insel. Den Neubau von Ferienwohnungen in großem Stil unterstützen wir nicht.
  • Den Neubau von Wohnungen zu „Marktpreisen“ unterstützen wir auch nicht.
  • Für die Grundstücke in Erbpacht hätten wir uns eine Laufzeit von 50 Jahren statt der 99 Jahre gewünscht
  • Die Anzahl der bezahlbaren, bedarfsgerechten Wohnungen ist zu gering dafür, dass es sich beim Dünenparkgelände um die größte Potentialfläche der Insel handelt.

Ausdrücklich begrüßen wir:

  • die Sanierung von Wohnungen im Bestand
  • die 105 geplante bezahlbaren Wohnungen
  • den geplanten Co-Working-Space
  • die Ergänzung des Konzeptes durch barrierefreie Wohnungen
  • das geplante Sharing-Konzept
  • die Idee, Erbpachtgrundstücke/-häuser zu für diese Insel verhältnismäßig günstige Konditionen zu ermöglichen

Leider ist in der ersten Dekade dieses Jahrtausends das große Gelände der MVS von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIma) nicht an die Gemeinde, sondern an einen privaten Investor verkauft worden, sonst hätten wir als Gemeinde deutlich mehr Gestaltungsmöglichkeiten gehabt.

Als ausgesprochen problematisch sehen wir an, dass die BIma nach wie vor ihre Grundstücke in List teilweise sogar meistbietend versteigert. Aus unserer Sicht sollte kein öffentlicher Boden mehr privatisiert werden.

Gemeinsam und inselweit sollten wir alle verfügbaren Mittel nutzen, um der Umwandlung von Dauerwohnraum in Zweit- oder Ferienwohnungen wirksam entgegen zu wirken.