Platz für Familien? Erst mal nicht angedacht. Bauprojekte in der Alten Bahnhofstraße

Bauprojekte in der Alten Bahnhofstraße List

Die KLM (das kommunale Liegenschaftsmanagement) baut nach eigenen Angaben „Standard“, es sei denn die Gemeinde will etwas anderes. Bisher hat die Gemeindevertretung List aber noch keine eigenen Ideen entwickelt. Wir brauchen Dauerwohnraum, soviel ist klar. Dass Leben aber mehr ist als Wohnen, wurde bis jetzt noch nicht diskutiert.

Die KLM reißt derzeit die alten Häuser an der Ostseite der Alten Bahnhofstraße ab und plant neue: ohne Keller und Wohnungen mit einem bis maximal zwei Zimmern. Da wo jetzt noch Wiese ist, werden demnächst viele Autos stehen. Ein „Spielplatz“ ist natürlich vorgesehen, muss ja laut Landesbauordnung. Das was „muss“, ist zwischen den GEWOBA-Bauten zu besichtigen (siehe Foto: das ist der „Spielplatz“ für die Kinder aus 6 Mehrfamilienhäusern). Moderne Konzepte wie Carsharing, Solarthermie, Besucherwohnungen oder Gemeinschaftsräume? Fehlanzeige. Platz für Kinder? Achselzucken. Überdachte Fahrradschuppen wie beim Projekt Osterwiese in Wenningstedt? Nicht in List.

Auch die GEWOBA plant Abrisse und Neubauten. Die Bewohnerinnen und Bewohnerinnen aus der Bahnhofstraße 18 haben Angst, demnächst vor der Abrissbirne fliehen zu müssen, die GEWOBA übt Druck auf sie aus, damit sie freiwillig und auf eigene Kosten ausziehen. Dabei sind sie doch „Genossinnen und Genossen“ einer Wohnungsbaugesellschaft. Eigentumswohnungen möchte die GEWOBA jetzt bauen. Die Frage ist: für wen? Wo bleibt hier der Bürgerwille?

Eine formale Form der Bürgerbeteiligung wird es natürlich geben in List (ist ja rechtlich vorgeschrieben): irgendwann. Auf eine frühzeitige Bürgerbeteiligung, wie sie im §3 des Baugesetzbuches vorgesehen ist, ist per Mehrheitsbeschluss der Gemeindevertretung bewusst vezichtet worden.

Wir Grüne planen einen Antrag auf eine wirkliche, dialogorientierte Bürgerbeteiligung in Bezug auf die Bauvorhaben in List. Um kreative Ideen zu entwickeln und die Umsetzung zu unterstützen. Wohnungen zu bauen ist Aufgabe von Bauträgern, Quartiersentwicklung zu betreiben ist Aufgabe der Gemeinde. Wenn alle Akteure dabei an einen Tisch kommen würden, wäre das eine echte Innovation.

Bitte unterstützt den Antrag und kommt zur nächsten Sitzung der Gemeindevertretung am 19.11., 19 Uhr!

Für den 17.11. 19 Uhr laden wir alle Interessierten ein zur Diskussion über die Lister Bauprojekte: bei Gosch in der Alten Bootshalle. Bitte weitersagen!

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