Sylter Utopien: Verkehr.

Die Inselbahn 4.0: erholsam mobil.

 Wenn wir eine Vorstellung davon haben, wie wir es gerne hätten, haben wir ein Ziel, auf das wir gemeinsam hinarbeiten können. Wie wollen wir in Zukunft auf Sylt mobil sein? Was dient sowohl dem Klimaschutz als auch den Mobilitäts- und Erholungsbedürfnissen? Was passt für Einheimische und Gäste? Wie sind wir alle erholsam mobil?

Ich sehe vor meinem geistigen Auge eine Inselbahn 4.0. Sie sieht aus wie eine hochmoderne Straßenbahn wie z.B. in Dresden und pendelt auf der Landstraße zwischen List und Hörnum. Sie fährt so oft, so zügig, so leise und so preisgünstig, dass Autofahren kein Thema mehr ist. Diese Bahn – elektrisch betrieben oder mit Wasserstoff – hat in jeder Hinsicht Vorrang vor dem sogenannten „motorisierten Individualverkehr“. Ständige Buspreiserhöhungen sind passé.

Vernetzte Mobiliätsmöglichkeiten

Kein Mensch braucht ein Auto zwischen List und Westerland. Wenn wir angekommen sind wo wir hin wollen, gehen wir zu Fuß oder schwingen uns auf ein bereitstehendes Rad. Für sperrige Einkäufe stehen E-Cars zur Verfügung, die wir für kleines Geld leihen, solange wir sie brauchen. Private Autos sind überflüssig, und überflüssig auch der Platz den sie verbrauchen, wenn sie stehen.

Alle Möglichkeiten, sich fortzubewegen, machen Spaß, sind vernetzt und kostengünstig zu haben. Es gibt eine öffentlich geförderte MobilitätsCard, mit der sich alle Verkehrsmittel bequem nutzen lassen. Alle Mobilitäts-Möglichkeiten sind transparent und klar erkennbar. Alle die wollen sind ohne eigenes Auto erholsam mobil. Und die Bedingungen sind so, dass alle wollen!

Mobil sein bedeutet Erholung

Die Marschbahn fährt oft, pünktlich und mit guten Zügen, die Reisedauer von Hamburg hat sich auf höchstens 2,5 h verkürzt. Mobilität auf und nach Sylt heißt Erholung von Anfang an.

Fußgänger*innen haben ihren eigenen Raum, Radfahrer*innen auch. Alle kommen entspannt und erholt von A nach B, können urlaubsmäßig rumtrödeln oder sich umschauen. Ohne Gehupe und Geklingel. Schließlich sind wir eine Urlaubsinsel!

Eine Utopie? Nicht mehr, wenn viele mitziehen. Wenn wir Ideen konstruktiv-kritisch diskutieren und eine Strategie entwickeln, um sie wahr zu machen. Wer macht mit?

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