Zweiter Lister Bürger*innendialog mit den Grünen

Am 16. Februar haben wir uns zum zweiten Mal mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern zum Stammtisch getroffen.

Das Ziel dieser Treffen ist es, in einen regelmäßigen Dialog zu treten. Dabei ging es uns einerseits darum, Stimmungen im Ort aufzunehmen und diese in der Germeindepolitik einfließen zu lassen, andererseits aber auch darum, über aktuelle Entwicklungen und letztendlich unsere Arbeit zu berichten.

Es konnte an viele Punkte aus dem letzten Treffen angeknüpft werden, und es wurden überdies von den Anwesenden weitere Themen hervorgebracht, die wohl nicht nur Einzelnen aufgefallen sein dürften.

Mobilität ohne eigenes Auto bleibt Thema

Zunächst wurde über den öffentlichen Nahverkehr auf der Insel gesprochen. Dass die Preise für ein Busticket nicht das ausschlaggebende Argument gegen einen Kinobesuch sein sollte, würde wohl jeder unterschreiben. Das vor längerer Zeit schon angesprochene 365 € Jahresticket für jeden scheint in der Bevölkerung auf Zuspruch zu stoßen. In diesem Zusammenhang wurde sich auch vehement für den Erhalt der Bushaltestelle „Alte Bahnhofstraße“ ausgesprochen. Groß schien auch das Interesse an Möglichkeiten zum Carsharing zu sein, allein der Aufwand, so etwas zu initiieren ist eine Herausforderung. Voraussetzung müsste eine gute Vernetzung des Angebots und das Einbeziehen von Behörden wie der Gemeinde sein. Außerdem müssten zuallererst Inselbewohner profitieren, gewünscht wird ja nicht ein weiteres Angebot für Ausflugsaktivitäten für Gäste, sondern um eine praktikable Ersetzung des eigenen Automobils für den Alltag.

In die Rubrik Verkehr gehört auch der angesprochene Mangel an Radwegen, bzw. das Fehlen eindeutiger Regelungen. Genannt wurden hier die Hafenstraße, in der zwischen Fußgängern und Autos kein Platz für Radfahrer ist, sowie die Alte Dorfstraße/ Landwehrdeich, an der oft nicht eindeutig ersichtlich ist, wie Fahrradfahrer sich zu verhalten hätten.

Begrünen und bebauen

Auf Interesse stieß auch ein Vorschlag der Grünen, die Begrünung im Ort insektenfreundlicher zu gestalten. Die Idee ist, auf geeignete Flächen entsprechendes Saatgut auszubringen und die Mahden hinauszuzögern. Dies wäre ohne größeren Investitionsaufwand machbar und würde darüber hinaus Arbeit bei der Pflege sparen. Dies soll möglichst schnell in die Gemindevertretersitzung eingebracht werden.

Es wurde natürlich auch über diverse Bauprojekte gesprochen, die in List an verschieden Orten zu sehen sind. Diese zuzuordnen und zu bewerten ist nicht immer einfach. Eindeutig bemängelt wurde aber, dass zu wenig auf die Bedürfnisse und Bedenken der Bürgerinnen und Bürger eingegangen würde. So machten sich Bewohner der Alten Bahnhofstraße Gedanken um die um sie herum geplanten Wohnblöcke, die wenig Freiräume ließen, andere Einwohner sorgten sich um die Wohnqualität in zwischen anderen Häusern eingequetschten Apartments im Hermannshain und wieder andere fragten sich, wie die anscheinend geplanten „Beach Houses“ mit dem Hochwasserschutz vereinbar wären.

So entstanden bei den einzelnen Themen rege Diskussionen. Die Veranstaltung wurde auf Grund der vorangeschrittenen Zeit um halb zehn beendet. Wir freuen uns auf weitere Diskussionen und neue Aspekte beim nächsten Treffen, voraussichtlich im Mai. Der genaue Termin und Veranstaltungsort wird bekannt gegeben.

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